Tétouan

File 656Etwa 40 km südöstlich von Tanger liegt malerisch auf einem Hochplateau namens Tétouan. Einwanderer aus Al-Andalus verliehen der Stadt einst ihren Charme und auch die Zeit als Verwaltungszentrum des spanischen Gebietes während der Protektoratszeit prägte das Stadtbild, formte dessen spanisch-maurischen Charakter.

 
Durch das Bab er Rouah („Tor der Winde“) gelangt man in die Medina der „weißen Taube“ (so wird Tétouan im Volksmund bezeichnet). Sie wurde von der Unesco 1997 zum Weltkulturerbe ernannt. Beim Gang durch die verwinkelten Gassen kann man all die prächtigen architektonischen Details bewundern, die die bunt gemischten Einwohner der Stadt einst verliehen haben. Zu den schönsten Plätzen der Medina zählt die Place Ouassa. Von hier geht man nur kurz zur Grande Mosquée (erbaut im 18. Jh.) .
 
Unweit der Souks (ebenso sehenswert wie die der Königsstädte) gelangt man in die Mellah, das ehemalige Viertel der Juden, geprägt von andalusischen Einflüssen. Verschiedene Synagogen gibt es hier zu besichtigen.
 
An der Place Aljala befindet sich das Archäologische Museum. Ebenfalls sehenswert ist das Ethnographische Museum, in dem vor allem Kunsthandwerk aus Nord-Marokko gezeigt wird.
 
Wer sich eine Pause gönnen möchte, tut dies an der Place Hassan II., wo zahlreiche Restaurants und Cafés zum Verweilen einladen. Von dort geht es weiter zum angrenzenden Sultanspalast Dar el Makhzen (erbaut im 17. Jh.), wo der König nächtigt, wenn er in der Stadt ist.