Salé

File 677Nach der Besichtigung der Hauptstadt Rabat bietet sich die Erkundung der jüngeren an an die Stadt Rabat grenzende Schwesterstadt Salé an, was sich alleine schon wegen der um 1340 erbauten Moschee Medersa Abu al Hassan lohnt. Sie darf auch von Nicht-Muslimen betreten werden und wartet mit prächtigen Zedernholzschnitzereien aus dem Merinidenzeit auf. Von der Dachterrasse aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt. In der Medina steht auch die Große Moschee aus der Almohadenzeit (12. Jh.). Dahinter das Mausolée Sidi Abdallah Ben Hassoun (Ruhestätte des Schutzheiligen Salés). Am Vorabend des Maulad, dem Geburtstag des Propheten Mohammed, findet hier das traditionelle Wachslaternenfest statt.

 
In die Altstadt führt das betagteste Tor Salés, das Bab Mrisa. Von dort gelangt man direkt in das Judenviertel, in die Mellah. Für marokkanische Juden sind die heiligen Gräber auf dem jüdischen Friedhof bedeutender Wallfahrtsort. Am nord-westlichen Ende der Altstadt, nahe der Stadtmauer zum Meer, befindet sich der alte islamische Friedhof mit einem weiteren Heiligtum, dem Grabmal von Sidi Ahmed Ben Achir.
 
Inmitten der Medina befindet sich der Souk al Kebir. Einst berüchtigter Sklavenmarkt, heute eine moderne Markthalle mit Läden und Werkstätten. Als traditionelle Handwerkerstadt bietet Salé seinen Besuchern auf verschiedenen Märkten u. a. traditionelle Stickereien, Teppiche, Holzarbeiten und Keramikprodukte zum Kauf. Das Regionale Keramikmuseum (Musée Régional de la Céramique) befindet sich im Südwesten der Medina in einem alten Wachturm aus dem 18. Jh.
 
Tipp: Wer nicht zu Fuß über die Brücke von Rabat nach Salé - und umgekehrt - gehen möchte, der kann das andere Ufer per Ruderboot erreichen!