Meknès

File 668Meknès, die kleinste der vier Königsstädte, ist noch heute Zeugnis der Herrschaft von Sultan Moulay Ismail (1672-1727). Er ernannte Meknès zur Hauptstadt und baute sie kolossal aus. Durch die harte Arbeit tausender Sklaven entstanden zahlreiche Bauten.
 
In die Medina mit ihren Basargassenund dem großen Lebensmittelmarkt gelangt man z. B. durch das Bab Mansour – bekanntestes Bauwerk der Stadt – am Place el Hedim. Hier ist auch der Palast Dar Jamaii, der ein Volkskunst-Museum beherbergt.
 
Ein weiteres wunderschönes Tor ist das Bab el Khemis. Es führt in das jüdische Viertel (Mellah).
Durch das Bab er Rih gelangt man zum Mausoleum von Moulay Ismail, welches auch von Nicht-Muslimen besichtigt werden darf.
 
File 762Nicht nur die Grabstätte des despotischen Herrschers, sondern auch seine „Königsstadt“ (Ville Impériale) ist sehenswert. Moulay Ismail ließ sie, mit dem Ziel ein zweites Versailles zu erschaffen, bauen. In den Stallungen hatten über 10.000 Pferde Platz und auch die Getreidespeicher sind alles andere als klein.
 
Eines der wichtigsten islamischen Bauwerke der Stadt ist die Medersa Bou Inania aus der Meriniden-Zeit. Ganz in der Nähe befindet sich die File 801Große Moschee mit ihren zwölf Portalen.

Tipp: Wer Meknès besichtigt, sollte sich auch Zeit für die heilige Stadt Moulay Idriss nehmen, etwa 25 km nördlich gelegen. Moulay Idriss I. wird als Heiliger verehrt, sein Mausoleum ist Ziel einer jährlichen Wallfahrt. Den heiligen Bereich des Mausoleums zu betreten, ist verboten, die Stadt darf aber auch von Nicht-Muslimen besichtigt werden.