Marokkanische Städte

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Marokko wartet neben einzigartigen Landschaften auch mit modernen Großstädten sowie arabischen Altstädten auf. Die Medinas (arabisches Wort für Stadt) haben fast alle den gleichen Grundriss. Unzählige kleine Gassen lassen sie wie ein Labyrinth wirken. Stadttore bilden den Eingang, im Zentrum befindet sich eine Moschee. Die wichtigsten Städte, politisch wie wirtschaftlich, befinden sich zwischen Agadir und Tanger (an der Atlantikküste) sowie im Raum zwischen Fès und Rabat.

Agadir ist Provinzhauptstadt für alle Gebiete südlich des Atlas-Gebirges. Wegen großer Zerstörungen durch ein Erdbeben1960 ging der Stadt ihr traditioneller Charme verloren. Dennoch bietet Agadir alles, was zu einem perfekten Badeurlaub gehört.
Weiter nördlich an der Atlantikküste liegt Casablanca, die größte Stadt Marokkos mit dem größten Hafen Nordafrikas. Kulturgüter sind eher rar gesät, handelt sich es doch in erster Linie um eine moderne Industriestadt.

File 759Etwa 80 Kilometer nördlich von Casablanca befindet sich Rabat, die Hauptstadt. Wer langsam in die Kultur des Landes eintauchen möchte, ist in dieser Königsstadt genau richtig.
Drittgrößte Stadt hinter Casablanca und Rabat ist die älteste der marokkanischen Königsstädte, die Stadt Fès. Bei der Besichtigung von Fès kann der Fokus auf der alten Medina liegen, welche von der Unesco zu schützenswertem Weltkulturerbe erklärt wurde.

Etwa 80 Kilometer südwestlich von Fès liegt eine weitere marokkanische Königsstadt, nämlich die Stadt Meknés. Sie ist die kleinste der vier Königsstädte und noch heute Zeugnis der Herrschaft von Sultan Moulay Ismail (1672-1727). Er ernannte Meknés zur Hauptstadt und baute sie kolossal aus. Durch die harte Arbeit tausender Sklaven entstanden zahlreiche Bauten, die teilweise bis heute gut zu besichtigen sind.

File 819Noch weiter südwestlich im Landesinneren befindet sich Marrakesch, welche die Königsstädte komplettiert. Über eine Million Menschen haben sich hier inzwischen angesiedelt und führen ein Leben zwischen Tradition und Moderne, Orient und Okzident, Islam und westlicher Freizügigkeit, Slums und Luxusressorts.

Ganz im Norden des Landes liegt an der Atlantikküste schließlich Tanger (auch das Tor zu Afrika genannt). Trotz der eingezogenen Moderne kann man in der (Alt-)Stadt noch auf den Pfaden vergangener Zeiten wandeln und ein Stück „echtes Marokko“ erleben!